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Erstmalig Löschanlage in einem deutschen Tunnel installiert

Ende letzten Jahres ist der 1.145 Meter lange Pörzberg-Tunnel in Rudolstadt (Thüringen) als erster Tunnel in Deutschland mit einer stationären Löschanlage offiziell eingeweiht worden. Der Gegenverkehrstunnel hat drei Flucht- und Rettungsstollen.

 Die installierte stationäre Löschanlage von One Seven® besteht aus  

einer umfangreichen Steuerung, zwei Kompressoren für die benötigte Druckluft und zwei Schaumerzeugern. So können bis zu 22.000 Litern Druckluftschaum pro Minute erzeugt werden. Der Schaum ist geeignet, Brände der Brandklassen A, B und F schnell und sicher zu bekämpfen.

Der Pörzberg-Tunnel ist in 45 Löschbereiche mit 138 One Seven® Schaumrotoren eingeteilt. Im Brandfall wird durch die Einsatzleitung der Feuerwehr bzw. das Personal in der Leitwarte der entsprechende Löschbereich mit dem jeweiligen Nachbarsektor beschäumt. Reagiert das Personal nicht, wird das Löschsystem automatisch aktiviert und beschäumt den Löschbereich automatisch weiträumig.

Zusätzlich zur stationären Löschanlage hat die Feuerwehr Rudolstadt in 2010 ein neues Löschfahrzeug StLF 10/6 mit One Seven® in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug von GIMAEX ermöglicht es, mit sechs Einsatzkräften unter Atemschutz in den Tunnel einzufahren, die Lage weiter zu erkunden, mit einem Frontmonitor oder Handleitungen den Brand zu bekämpfen und Autofahrer aus den Gefahrenbereich zu retten.  

 

 

   

Die Sprührotoren

 

Test im Tunnel

 

   
     

 

 

 "Schneiden mit Wasser"

Seit geraumer Zeit ist von der schwedischen Firma Cold Cut Systems das "Cobra-System" auf dem Markt. Mit diesem Löschverfahren kann ein Feuer von außen gelöscht werden, z.B. in einem Haus. Und das funktioniert so:

Znächst muß man wissen, wo sich der Brandherd befindet. Es dauert nut wenige Sekunden, bis der Wasserstrahl durch die Löschlanze ein kleines Loch in z.B. eine Tür geschnitten hat. Daraufhin dringt Wassernebel in den Brandraum ein. In ganz kurzer Zeit hat sich die Temperatur im Brandraum auf unter 100 Grad Celsius abgekült., so dass die Feuerwehr diesen nun gefahrlos betreten kann. Eine Rauchdurchzündung kann durch die enorme Abkühlung verhindert werden.

Ein Wassertropfen, der aus der Löschlanze befördert wird, ist zehnmal so klein wie ein normaler Wassertropfen. Der Strahl, mit dem die Tröpfchen durch die Lanze befördert werden ist ca. 200 Meter pro Sekunde schnell. Auch wenn dieser Strahl durch Mauern, Dächer oder Ähnliches geleitet wird, behält er auf 7 Meter seine Form und kann ein bis zu 20m weites Ziel erreichen. Ineinem Container brauchte der Wasserstrahl nur eine Minute, um die Temperatur von fast 800 Grad Celsius auf unter 100 Grad zu bringen. Benötigt wurden hierzu 50 Liter Wasser.

Und warum kann das Wasser nicht nur löschen, sondern auch schneiden? Dem Wasser wird ein sogenanntes Abrasivmittel beigemischt, dass müßt ihr euch wie ganz feinen Sand vorstellen. Dadurch dass dieses Mittel ebenso schnell aus der Löschlanze geschossen wird die das Wasser, kann mit dieser Technik auch geschnitten werden. Wir haben das selbst schon gesehen und es ist erstaunlich, wie schnell das geht. Ach ja, die Feuermehr muß natürlich darauf achten, dass sich hinter der Stelle, an der sie schneidet, keine Person befindet, denn wie erwähnt, ist der Schneid-Löschstrahl hinter dem geschnittenen Loch immer noch 7 m lang. Wißt ihr, wie die Feuerwehr das herausfindet?

 

 

Vorführung auf der Interschutz in diesem Sommer. Der Wasserstrahl hat soeben ein Loch in eine Stahltüre geschnitten und man kann den Wasserstrahl, der nun im Brandraum eigentlich die Temperatur abkühlt sehr gut sehen.

 

 

 

 

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